Über 12 Millionen Menschen am Horn von Afrika (Dschibuti, Äthiopien, Kenia und Somalia) in Not, zehntausende sind bereits gestorben und die Situation wird sich weiter verschlechtern.
Fünf Regionen Somalias sind in der letzten Woche von der UNO zu Hungergebieten erklärt worden: Nieder-Shabelle und die Region Süd-Bakool, die Hauptstadt Mogadischu, der Agoye-Korridor und die Region Mittel-Shabelle.
Fast zwei Millionen Menschen in Somalia mussten aus ihrer Heimat fliehen, in Südsomalia brauchen über 2.8 Millionen Menschen dringende Hilfe, unter ihnen 1.25 Millionen Kinder.
OCHA, das UNO-Nothilfebüro, warnt davor, dass weniger als die Hälfte der benötigten Hilfsgelder bisher eingegangen sind: Es sind zusätzlich 1.4 Milliarden US-Dollar nötig.
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon ist mit den Regierungen von Kuwait, Qatar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten in Kontakt, er forderte dringende Hilfe durch die internationale Gemeinschaft.
Bis letzte Woche haben die Geber über eine Milliarde US-Dollar zugesagt, diese Reaktion sei aber nicht ausreichend und so soll von der Afrikanischen Union im August eine Geberkonferenz abgehalten werden.
Das Welternährungsprogramm (WFP) hat in der letzten Juliwoche 28 Tonnen Sofortnahrung nach Mogadischu geflogen und das Kinderhilfswerk UNICEF hat die Luftfahrtunternehmen aufgefordert, kostenloss Transportkapazitäten zur Verfügung zu stellen, um die Notrationen an das Horn von Afrika bringen zu können. Die UNICEF hat eine Nothilfesumme von 340 Millionen US-Dollar gefordert, von denen bisher nur 140 Millionen US-Dollar eingegangen sind.
Zusätzliche Hilfe kündigte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR an: Dieses möchte bis Ende August 180.000 Menschen in Mogadischu und dem südlichen Somalia helfen. Allerdings wird dies durch die andauernden Kämpfe in der somalischen Hauptstadt behindert.
Fatal:
Bis der Konflikt in Somalia nicht beendet ist, können die Vereinten Nationen und ihre Partner den Hunger am Horn von Afrike nicht effektiv bekämpfen und es werden immer mehr Kinder an Hunger leiden und immer mehr Menschen werden unnötig sterben.
Aufforderung:
Augustine Mahiga, der Sonderbeauftragte des Generalsekretärs für Somalia, forderte alle Somalis auf, den Friedensprozess gemeinsam voranzubringen und das Leid der Menschen zu lindern. „Dies ist eine große Krise, aber auch eine seltene Chance. Nun müssen alle zusammenarbeiten, um den Notleidenden zu helfen und an einer besseren Zukunft zu arbeiten“, so Mahiga.
Wie Sie helfen können:
Wenn Sie helfen möchten, können Sie gerne an eine der folgenden Organisation spenden:
Welthungerhilfe
Aktion Deutschland hilft
UNICEF
Ärzte ohne Grenzen