Afrika oder Karibik – jede Fernreise hat auf ihre Weise ihren Reiz

Fernreisen erweitern den Horizont, geben Einblicke in fremde Lebensweisen und Kulturen und stillen das Fernweh. Am liebsten möchte man alle Kontinente auf diesem Planeten irgendwann einmal kennenlernen. Doch niemand hat soviel Zeit und das Geld, auf Weltreise zu gehen oder ständig neue Ziele in aller Welt anzusteuern. Entscheidungen müssen getroffen werden, wohin die nächste Fernreise gehen soll. Dabei sollte das Reiseziel sorgfältig ausgesucht werden, denn nicht für jeden ist jede Destination als Urlaubsland in der Ferne empfehlenswert. So ist der typische Afrika-Reisende meist ein anderer Typ als der Urlauber, den es in die Karibik zieht. Um Enttäuschungen zu vermeiden, sollte die Entscheidung für das Reiseland genau abgewogen werden.

Auf einen Nenner gebracht, ließe sich sagen: Wer nach Afrika reist, sucht das Abenteuer, die Weite einer geheimnisvollen Landschaft und hautnahe Erlebniss mit Tieren wie Elefanten und Löwen. Die Safari ist daher der Klassiker bei einer Reise nach Afrika. Dabei ist Komfort zwar wichtig, aber nicht der entscheidende Faktor für eine Reise auf den Schwarzen Kontinent. Der Karibik-Urlauber hingegen schätzt vor allem Baden und Relaxen an Traumstränden vor exotischer Kulisse, am liebsten all inclusive und mit allem Komfort. Etwas sportlich darf es ruhig auch gerne zugehen – Hotels mit Animation sind bei vielen Karibik-Urlaubern sehr beliebt. Auch Kreuzfahrten durch die Karibik, die den Urlauber wie auf einem schwimmenden Hotel übers Meer führen, werden von dieser Klientel gerne gebucht. Komfort und Entspannung in luxuriösem Ambiente vor exotischer Kulisse schätzt der klassische Karibik-Urlauber besonders. Abenteuer und Adrenalin pur wie der Afrika-Reisende sucht der Karibik-Fan nicht unbedingt.

Natürlich spielt es bei der Reiseplanung auch eine Rolle, wohin in Afrika oder in der Karibik die Reise gehen soll. So kommen sportbegeisterte Surfer, die sich auf einem eher beschaulichen Kreuzfahrtschiff langweilen würden, vor allem in Südafrika auf ihre Kosten: Die Traumstrände am Atlantik bei Kapstadt gehören zu den besten Surfspots der Erde. Auf Safari gehen und afrikanische Lebensart in aufregenden Städten wie Kapstadt und Johannesburg kennenernen, kann man in Südafrika auch. So etwas sucht und findet der Karibik-Urlauber eher nicht. Wer etwa in die vor allem bei Pauschaltouristen beliebte Dominikanische Republik reist, erwartet in seinem Urlaub eines: Sonne satt, ewig blauen Himmel, superweißen, endlosen Strand mit Palmen und eine luxuriöse all inclusive-Hotelanlage – das alles zu günstigen Preisen vor exotischer Kulisse.

Ob Familienurlaub oder nicht ist ebenfalls wichtig bei der Entscheidung Afrika oder Karibik. Kleinere Kinder fühlen sich in der behüteten und sonnigen Atmosphäre eines Karibik-Hotels pudelwohl. Für größere Kinder und Jugendliche wird die erste Safari in Afrika zum Erlebnis ihres Lebens.

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Welches Reiseziel als Familienurlaub?

Bei der Betrachtung der Karibik und Afrikas als Regionen für einen Familienurlaub kann eine Einschränkung auf wenige Länder vorgenommen werden. Nimmt man Jachtreisen und Kreuzfahrten aus, so sind es in der Karibik insbesondere die Dominikanische Republik und Teile Kubas, die als Reiseziele infrage kommen. Die Karibik verfügt zwar noch über andere attraktive Ziele wie Jamaika oder die Bahamas, die aber aufgrund der Preisstruktur und der Infrastruktur für einen Familienurlaub wenig geeignet sind. In Afrika befinden sich die wichtigsten Destinationen für einen Familienurlaub im Norden des Kontinentes in den moslemisch geprägten Ländern Tunesien und Ägypten. Andere Reiseziele wie Südafrika richten sich eher an erwachsene Reiseteilnehmer oder sind wie Ghana und Kenia für einen Tourismus mit Kindern nur teilweise ausreichend erschlossen.

Wer als Familie verreist, wird in der Regel eine Pauschalreise bevorzugen. Als Einzelner oder als Paar werden die Überraschungen, die mit einer Individualreise verbunden sind, als aufregende Erlebnisse empfunden, bei einem Urlaub mit Kindern sind sie eher unerwünscht.

Sowohl die Ziele in der Karibik als auch in Afrika sind für einen Familienurlaub hervorragend geeignet, was der Mentalität der Bevölkerung und der Tourismusindustrie geschuldet ist. Egal ob der Urlaub auf Punta Cana, in Monastir oder in Hurghada stattfindet, hier kann der Urlauber sicher sein, dass er auf eine große Kinderfreundlichkeit trifft. Am Ziel einer familientauglichen Pauschalreise ist es nahezu beliebig, ob sich dieses in Afrika oder in der Karibik befindet. Die Tourismusindustrie hat spätestens seit Einführung der All-inclusive-Angebote zu weitgehend normierten Urlaubsanlagen geführt. Mit Ausnahme einiger lokaler Spezialitäten, die am Rande der Buffets angeboten werden, ist sogar das Essen gleichartig und internationalisiert, lediglich der Schweinefleischanteil ist in den muslemischen Ländern Afrikas geringer als in der Karibik. Auch bei den Unterkünften herrscht weitgehende Uniformität vor, ohne das landestypische Personal und einige folkloristische Einsprengsel gäbe es zwischen den Anlagen in der Karibik und in Afrika keine gravierenden Unterschiede.

Dennoch unterschieden sich die Ziele in einigen Punkten, deren Wertigkeit jedoch nach dem individuellen Geschmack und den Wünschen der Familie einzustufen ist.

Afrika ist in deutlich kürzerer Zeit als die Karibik zu erreichen, ein Punkt, der insbesondere beim Reisen mit kleinen Kindern von Bedeutung sein kann und vor allem bei einem kürzeren Urlaub stark ins Gewicht fällt. Ein weiterer Punkt ist das Wetter. Auch die Karibik ist für gutes Wetter bekannt, aber der Pflanzenwuchs auf den karibischen Inseln ist natürlich auch auf die dortigen hohen Regenmengen zurückzuführen. Bei einem Urlaub in Nordafrika, insbesondere in Ägypten, kann davon ausgegangen werden, dass der Urlauber keinen Tropfen Regen zu Gesicht bekommt. Bleibt noch die Betrachtung des Umfeldes. Sehenswürdigkeiten sind in Nordafrika im kleinen Tunesien gut zu erreichen. Ägypten verfügt über sensationelle antike Bauwerke, die aber weit entfernt von den touristischen Zentren liegen. Die Karibikinseln faszinieren durch eine tropische Vegetation und eine atemberaubende wechselvolle Landschaft, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Hotelanlagen zu finden sind.

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Regenwälder in Afrika

Der Regenwald in Afrika zieht sich entlang des Äquators durch das Zentrum des Kontinents und Teile des südlichen Westen. Den größten Anteil haben die Staaten Ruanda, beide Kongostaaten, Kamerun, Gabun, Nigeria, Elfenbeinküste und Liberia. Den wichtigsten Part für die Artenvielfalt in Flora und Fauna hat das Kongobecken. Das Kongobecken bildet nach dem südamerikanischen Regenwald die größte zusammenhängende Fläche an Urwald weltweit.

In einem typischen Regenwald verlaufen die unterschiedlichen Pflanzenschichten in einer vertikalen Ausdehnung. Die Humusschicht bildet die Bodenfläche. Sie ist eine Mischung aus Wurzelwerk, Bakterien und Pilzen. Darüber liegen die Bodendecker wie z. B. Moose und Farne abgeschirmt von den Sträuchern. Die Baumstufen untergliedern sich noch einmal in niedrige Bäume, Kronendach und Überständer, die mit ihren rund 60 Metern noch zu einem Drittel über die durchschnittliche Höhe des Baumdachs hinausragen. Es gibt alleine im Kongobecken über 600 verschiedene Baumarten darunter auch edle Nutzhölzer wie Ebenholz, Mahagoni und Teak. Ein völlig neues Gesicht zu den üblichen Tieflandregenwäldern zeigt zum Beispiel der Nyungwe Wald in Ruanda. Er gehört zu den selteneren Bergregenwäldern, die oftmals auch als Nebelwälder betitelt werden und zeichnet sich bei seiner Lage auf ca. 1500 Meter durch einen erhöhten Niederschlag aus. Nyungwe besitzt rund 100 verschiedene Orchideenarten, wobei viele von diesen nur dort vorkommen.

Obwohl die Fauna im Regenwald gegenüber den Variationen der Flora fast untergeht, haben die afrikanischen Regenwälder viele besondere Spezies, die zum Teil einzig und alleine in den Urwäldern des schwarzen Kontinentes beheimatet sind. Die wohl berühmtesten Vertreter des zentralafrikanischen Waldes sind die Berggorillas. Sie leben vor allem in den höheren Lagen von Ruanda, Kongo und Uganda. Die mächtigen Silberrücken und ihre Familien sind mittlerweile so selten, dass sie offiziell von der IUCN, der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources, auf die Liste der aussterbenden Tiere gesetzt wurden. Ebenfalls nur in Zentralafrika beheimatet, ist der nächste Verwandte des Menschen, der Schimpanse. Während sich die Verbreitung des gemeinen Schimpansen noch bis nach Senegal in die westlichen Staaten ausdehnt, ist die Unterart, die so genannten Bonobos, nur in der Demokratischen Republik Kongo zu finden. Auch die Dickhäuter haben einen seltenen Vertreter in den afrikanischen Regenwäldern. Der gerade mal knapp zweieinhalb Meter hohe Waldelefant bildet eine eigene Gattung und ist keine Unterart des afrikanischen Elefanten. Doch nicht nur Säugetiere haben ihr Zuhause in den Urwäldern gefunden, alleine im Kongobecken wurden mehr als 1000 verschiedene Vogelarten nachgewiesen. Zusätzlich beherbergt das Land über 200 Reptilienarten und rund 1300 Schmetterlingssorten.

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